Sollte Tuchel entlassen werden: Bayern denken an Zidane und Solskjaer

Sollte Tuchel entlassen werden: Bayern denken an Zidane und Solskjaer

Beim FC Bayern München rumort es. Vor allem Thomas Tuchel steht nach der Pleitenserie im Fokus. Vorerst bleibt er Trainer in München. Doch was passiert, wenn er doch noch seinen Hut nehmen muss?

Der Trainerstuhl des FC Bayern sorgt mal wieder für Gesprächsstoff …

Thomas Tuchel hatte mit der 2:3-Niederlage beim VfL Bochum am Sonntag zwar die dritte Pleite in Folge kassiert. Eine Serie, die zuletzt Pep Guardiola im Mai 2015 beim deutschen Rekordmeister hinnehmen musste. Dennoch einigte sich die Chefetage der Münchner nach Informationen von Sky unmittelbar nach Abpfiff darauf, dass Tuchel im Amt bleiben und am kommenden Samstag beim Heimspiel gegen RB Leipzig (ab 18.30 Uhr live und exklusiv auf Sky Sport Bundesliga) auf der Trainerbank sitzen wird. Hinzukommt, dass man dieser Tage auch deshalb eine Trainer-Entlassung vermeiden will, weil Max Eberl als Sportvorstand erst im März starten wird.

Tuchel darf vorerst bleiben, aber wie lange noch?

Zwar wollen die Verantwortlichen mindestens bis Saisonende an Tuchel festhalten, um für nicht noch mehr Unruhe zu sorgen und dadurch die Chance zu wahren, zumindest ins Viertelfinale der Champions League einzuziehen. Eine hundertprozentige Garantie darauf, hat Tuchel, der keinerlei Rücktrittsgedanken hegt, allerdings nicht.

Eine vorzeitige Trennung ist nicht länger ausgeschlossen. Die aktuelle Marschroute sieht vor, von Spiel zu Spiel schauen. Bedeutet: Mit einer weiteren Pleite gegen Leipzig, wird es für Tuchel immer enger.

Nach Informationen von Sky beschäftigen sich die Bayern-Bosse im Hintergrund deshalb bereits mit Alternativen. Das Problem: Kaum ein Trainer wird einen Vertrag nur bis Saisonende akzeptieren. Im Falle einer vorzeitigen Tuchel-Entlassung müssten die Bayern somit erneut während der laufenden Saison einen Trainer finden, der bestenfalls über das Saisonende hinaus bleiben kann. Dabei gilt Xabi Alonso, im Falle einer Sommer-Trennung von Tuchel, als interne Wunschlösung.

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Ehemalige und zukünftige Bayern-Trainer in einem Bild? Zinedine Zidane schaute 2015 mal bei einem Bayern-Training unter Pep Guardiola dabei. Xabi Alonso schaute interessiert zu.
 © DPA pa

Was passiert, wenn es Tuchel früher erwischt?

Einer der prominentesten Kandidaten, über den man sich beim FC Bayern nach Sky Infos in den vergangenen Stunden und Tagen Gedanken gemacht hat, ist tatsächlich Zinedine Zidane. Der 51-jährige Franzose hat als Spieler und Trainer nahezu alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt. Zuletzt trainierte er Real Madrid (2019-2021). Was die Bayern an Zidane schätzen: Seine Aura und Erfahrung. Zidane wäre zudem sofort zu haben. Laut der italienischen Zeitung Corriere dello Sport soll es sogar schon Kontakt gegeben haben. Diese Info kann Sky allerdings nicht bestätigen. Auch die Münchner TZ berichtet, dass es noch keinen Kontakt zwischen Bayern und Zidane gegeben hat.

Nach Sky Infos haben die Bayern um Sportdirektor Christoph Freund auch einen überraschenden Namen im Blick. Er gilt jedoch eher als Interimslösung: Bayern-Schreck Ole Gunnar Solskjaer!

Der 50-jährige Norweger ist ebenfalls auf dem Markt und trainierte zuletzt Manchester United (2018-2021). Freund kennt Solskjaer ganz genau, verfolgt dessen Weg seit Jahren. Konkrete Gespräche zwischen den Bayern und dem früheren Stürmer der Red Devils, der die Bayern im Champions League Finale 1999 ins Tal der Tränen versetzt hatte, hat es aber auch noch nicht gegeben.

Immer wieder gibt es auch Gerüchte um eine Rückkehr von Hansi Flick. Nach Sky Infos ist eine Rückkehr des einstigen Erfolgstrainers (sieben Bayern-Titel in anderthalb Jahren) derzeit allerdings kein heißes Thema. Zudem hat Flick kein großes Interesse daran, nur bis Saisonende einzuspringen. Vereine aus dem Ausland haben sich indes nach ihm erkundigt, vor allem aus der Premier League. Im Hintergrund zieht jetzt Star-Berater Pini Zahavi die Fäden für Flick (Sky berichtete).

Zidane? Solskjaer? Flick? Oder mit Tuchel bis Saisonende?

Der Bayern-Plan sieht vor, mit Tuchel die Saison zu Ende zu bringen, um sie dann ehrlich und schonungslos zu analysieren. Eine Trennung in beidseitigem Einverständnis spätestens nach Saisonende ist ein mögliches Szenario, zumal mit Alonso bereits ein Wunschkandidat für die Tuchel-Nachfolge auserkoren ist. Allerdings besitzt der Erfolgs-Trainer von Bayer 04 Leverkusen noch einen Vertrag bis 2026, macht derzeit keine Anstalten, die Werkself schon im Sommer zu verlassen und widmet sich stattdessen der einzigartigen Chance, mit Bayer das Triple zu holen (Meisterschaft, DFB-Pokal und Europa League).

Neben den Bayern hat ihn auch der FC Liverpool als Nachfolger für Jürgen Klopp im Visier. Die Bayern wissen das. In der Trainerfrage stecken die Bayern in der Zwickmühle.

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